Der alternative Weg: Genossenschaft als Königsweg der Wohnungspolitik?!

Die Baugenossenschaft dhu e.G., Frank Seeger und Stefanie Stoltzenberg, STRASBURGER KREISE, luden zur Podiumsdiskussion über der Stadt: Der alternative Weg: Genossenschaft als Königsweg der Wohnungspolitik?!

Am Montagabend kamen 50 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft in die Räumlichkeiten der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke in die 20. Etage der Tanzenden Türme. Eine muntere Podiumsdiskussion der Genossenschaftsspezialisten, Dr. Henning von Stechow, Vorstand Prokon, Frank Seeger, Vorstand dhu, Prof. Dr. Theresia Theurl, Institut für Genossenschaftswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Andreas Breitner, Vorstand und Verbandsdirektor im Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen, moderiert von Dr. Bernd-Georg Spies, Spies PPP, kam einhellig zu folgendem Fazit: 

Das Genossenschaftswesen ist ein spannendes Modell, das auf rund 200 Jahre Geschichte zurückblickt, aber genau in die heutige Zeit passt. Das Image der Genossenschaften scheint auf den ersten Blick antiquiert, da sahen die Diskutanten durchaus Verbesserungsbedarf.  Mit ihrem unternehmerischen Tun treffen Genossenschaften aber genau den Nerv der Zeit, etwa unter der Überschrift „Members Value“ statt „Shareholder Value“.

Eigentümer und Nutzer sind identisch, dadurch entsteht eine besondere Verantwortlichkeit. Jedes Mitglied hat gleiches Stimmrecht und gleiche Macht: Statt betriebswirtschaftlicher Ertragsmaximierung entsteht ein gesellschaftlicher Nutzen, wie beispielsweise rund 150.000 genossenschaftliche Wohnungen in Hamburg zeigen. Die Historie der Genossenschaften, so Prof. Dr. Theresia Theurl, ist gewachsen aus der Notwendigkeit, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam Eigentum zu erwerben und gesellschaftliche Notlagen und Engpässe zu überwinden. Fazit: In Zeiten der unglaublichen Verteuerung von Wohnraum in Städten ist der genossenschaftliche Gedanke ein interessantes Modell mit Zukunft.
Mit anschließender Diskussion der Gäste und intensiven Gesprächen bei Strasburger Buffet, Wein, Wasser und einem phänomenalen Blick über Hamburg endete der Abend.