Ein Abend im Dreiklang

„Von der Luftmatratze in die Elbphilharmonie“ - Die junge norddeutsche philharmonie

 

Am Donnerstagabend feierte die junge norddeutsche philharmonie den Auftakt in ihre 10. Saison. Mit ausgewählten Musikstudierenden und künstlerischen Wegbegleitern präsentierte der Orchestervorstand die bunten Gründungsjahre des Spitzennachwuchsorchesters bis hin zu Auftritten in der Elbphilharmonie und der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten a. D. Joachim Gauck. Die drei Vorständinnen Stine Alpheis (25), Nora Held (23) und Paulina Sofie Kiss (24) vermittelten charmant und reich an verblüffenden Anekdoten, wie aus der Initiative der damals 19-jährigen Gründer ein überregional aktives Netzwerk junger Kulturschaffender entstehen konnte. 

 

NDR-Intendant Lutz Marmor und Senator a. D. Ian Karan betonten den Vorbildcharakter des unerschöpflich geleisteten Ehrenamts und den tiefen Glauben der Musiker*innen an die Möglichkeit, etwas zu bewegen. „Wir vom Norddeutschen Rundfunk unterstützen dies, denn das ist gut für die Kultur in Norddeutschland“, so Marmor in seiner Laudatio.

 

Geschäftsführer Konstantin Udert (28) blickte bereits in die Zukunft: „Wir haben nicht nur ein selbstorganisiertes Orchester sondern ein starkes Netzwerk geschaffen. Jetzt möchten wir unser Projekt öffnen für alle, die Interesse an unserer offenen, kreativen Herangehensweise haben und unser Know-How für weitere innovative Projekte zur Verfügung stellen. Von Musikern für Musiker.“ 

 

Die geladenen Gäste der Organisatorin Stefanie Stoltzenberg-Spies (STRASBURGER KREISE) freuten sich, dass sich das musikalische Programm ebenfalls vielseitig und authentisch vermittelte: Der Hamburger Hornist Tillmann Höfs und ein Werk für vier Lautsprecher der Komponistin Paulina Sofie Kiss sorgten für besondere Höhepunkte, ein stimmungsvolles Blechbläserensemble beschloss den Abend im Le Méridien.



DIE WELT

HAMBURG 

Dienstag, 2. Juli 2019